Gerüche & Belästigungen

Glossar

ASTM E679-04 Standard

Genormtes Verfahren zur Bestimmung von Geruchs- und Geschmacksschwellenwerten durch «Forced-Choice Ascending Concentration Series Method of Limits». Amerikanische Norm zur Beschreibung der Klassifizierung freigesetzter Emissionen.

Atmosphärische Verbreitung

Die kontrollierte Entwicklung in Zeit und Raum eines Schadstoffes oder einer Kombination von Schadstoffen (Aerosole, Gase, Staub, Geruch usw) in der Atmosphäre.
Modelle stehen der Berechnung zur Verbreitung der Schadstoffe zur Verfügung. Die am meisten verbreiteten Methoden sind Gaussian, Eulerian und Lagrangian. Lagrangian bietet eine exzellente Korrelation mit den Anwohnern, sogar wenn die Topografie komplexer ist.

Detektionsschwellenwert des Panels

Verdünnungsfaktor, bei dem die Probe mit 0.5 % Wahrscheinlichkeit unter Testkonditionen festgestellt wird.

Diffuse Quelle

Quelle mit definierten Dimensionen (meistens Oberfächenquellen) aber undefiniertem Luftfluss.
z.B. Äcker nach Besprühung, Komposthaufen

Dynamische Olfaktometrie

Messung der Reaktionen eines Panels auf von einem dynamischen Olfaktometer generierte Geruchsanreize. In diesem Gerät wird eine Probe des Geruchsgases mit einem neutralen Gas in verschiedenen definierten Verhältnissen verdünnt und danach den Panelmitgliedern vorgelegt.

Elektronische Nase

Messinstrument zur Feststellung, Unterscheidung und Quantifizierung von Gerüchen und flüchtigen chemischen Verbindungen. Der geruchliche Fingerabdruck wird unter Nutzung verschiedener Detektionssysteme erstellt. Eine statistische Analysensoftware verarbeitet und interpretiert die Messungen im Einklang mit der gefragten Information: quantitative Modelle, Qualitätskontrolltabellen usw.

EN 13725 Standard

Bestimmung der Geruchskonzentration mit dynamischer Olfaktometrie: Europäische Norm zur Definition olfaktometrischer Messmethoden

Europäische Geruchseinheit per m3 (ouE.m-3)

Geruchsmenge, die, aufgelöst in 1 Kubikmeter neutralen Gases unter Standardbedingunen, eine physiologische Reaktion des Panels auslöst (Detektionsschwellenwert). Diese entspricht der Reaktion auf eine europäische (EROM), Referenzgeruchsmenge in einem Kubikmeter neutralen Gases unter Standardbedingungen.

European Reference Odour Mass (EROM)

Der akzeptierte Referenzwert für die europäische Geruchseinheit , enspricht einer definierten Menge eines zertifizierten Referenzmaterials. Ein EROM entspricht 123 mg N-Butanol (CAS-nr. 71-36-3). Dies erzeugt eine Konzentration von 0,040 µmole/mol aufgelöst in 1 Kubikmeter neutralem Gas.

Flüchtige organische Verbindungen (VOC)

In der Luft natürlich vorkommende oder von Menschen hergestellte Komponenten, die immer aus Kohlenstoff und anderen Elementen wie Wasserstoff, Halogenen, Sauerstoff und Schwefelstoff bestehen. Butan, Propan, Äthanol und Farblösungsmittel sind die verbreitesten flüchtigen organischen Verbindungen in der Luft. Ihr Einfluss auf die Gesundheit ist bekannt: Kurzfristig: Augenirritationen, Hals- und Brustbeklemmungen Langfristig: Karzinogene verursacht durch Benzol und Formaldehyd.

Geruchskonzentration

Die Konzentration einer Geruchsmischung wird normalerweise als Verdünnungsfaktor definiert, der, angewandt auf einen Ausfluss, von 50 % von Probanden nicht mehr als Geruch empfunden wird.
Geruchskonzentrationen werden in Geruchseinheiten per Kubikmeter (ou.m-3 oder ouE.m-3) gemessen, wenn deren Bestimmung nach der Norm EN13725 erfolgt.

Geruchsflussrate

Die Geruchsflussrate entspricht dem Produkt der Geruchskonzentration (ou.m-3 or ouE.m-3) mal der Luftflussrate der Quelle (m3.h-1) : Sie wird in ou.h-1 oder ouE.h-1 augedrückt.

Geruchsintensität

Geruchsintensität ist die Intensität olfaktorischer Empfindungen. Sie steht in Beziehung zur Konzentration der Geruchsmischung. Die folgende Gleichung, Stevens Gesetz, definiert die Beziehung zwischen Geruchsintensität und der Konzentration der Geruchsmischung:

  • I = k.(C-Co)n or log I = log k + n log(C-Co)
  • I : wahrgenommene Intensität
  • C : Konzentration der Geruchsmischung in der eingeatmeten Luft (ppm)
  • Co : Konzentration des Wahrnehmungsschwellenwertes der Geruchsmischung (ppm)
  • n : Koeffizient des Geruchsanstiegs, normalerweise zwischen 0.2 und 0.8
  • k : Konstante für jede Mischung

Geruchseinheit (ou.m-3)

Eine Geruchseinheit ist die Menge (einer Mischung) von Gerüchen in einem Kubikmeter Geruchsgas (unter Standardbedingungen) am Schwellenwert des Panels.

Kanalisierte Quelle

Emissionsquelle Leitung
Beispiel : Schornstein

Mikrogaschromatograph

Analysator basierend auf der Gaschromatographie-Technik. Dieser separiert verschiedene Moleküle einer Gasmischung zur Identifizierung und Quantifizierung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Chromatographen ist aufgrund der kleinen, kompakten Form des Analysators ein Einbau im Rack eines Industrieschaltschranks möglich und die Analysezeit ist auf 1/10 verkürzt. Mit diesem Instrument ist eine Vorort-Analyse in weniger als einer Minute möglich.

Oberflächenquelle

Quelle diffuser Emissionen über einem bestimmten Gebiet
Beispiel: Klärbecken, Lagunen, Belüftungsgewässer

Panelmitglied

Person, die an Sensorikanalysen beteiligt ist

VDI3940 Standard

“Bestimmung der Gerüche in Umgebungsluft durch vor-Ort Prüfungen”
Deutscher Standard; definiert insbesondere den Prozentsatz des Geruchszeitanteils in der Umgebung.

Volumenquelle

Quelle diffuser Emissionen in einem definierten Volumen.
Beispiel: Gebäude mit Produktionsgerüchen

WLD-Detektor (Wärmeleitfähigkeitsdetektor)

Der Wärmeleitfähigkeitdetektor, auch Katharometer genannt, ist ein universaler Detektor, der Veränderungen der Wärmeleitfähigkeit von gasförmigen Mischungen entsprechend deren Zusammensetzung misst. Zahlreiche Verbindungen können nachgewiesen werden, wie z.B.: Kohlenwasserstoffe, Aromate, Lösungsmittel, Permanentgase (CO, H2S, N2 usw.).



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